Mediation im Arbeitsrecht - Bewältigung innerbetrieblicher Konflikte

Im Bereich des Arbeitsrechts kommt die Mediation vor allem zur Bewältigung innerbetrieblicher Konflikte zur Anwendung. Zu unterscheiden sind arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, die auf eine Trennung abzielen von solchen, die eine weitere (gedeihliche) Zusammenarbeit erfordern.
Bei einer Trennung der Arbeitsvertragsparteien kann die Mediation einen Beitrag leisten, dass die Trennung „sauber“ und für beide Seiten gesichtswahrend vollzogen wird. Dies gelingt dann, wenn die beiderseitigen Bedürfnisse Berücksichtigung finden und die Trennung nicht als aufgezwungen, sondern als Befreiung empfunden wird.

Zusammenarbeit im Zuge eines Konflikts neu ordnen

Ist eine Trennung der Arbeitsvertragsparteien rechtlich nicht durchsetzbar oder nicht gewollt, muss eine künftige Zusammenarbeit im Zuge eines Konflikts neu geordnet werden. Die Mediation kann dabei ein Instrument sein, das eine künftige Zusammenarbeit in geregelten Bahnen sichern und gegebenenfalls sogar verlorenes Vertrauen wieder herstellen kann. Demgegenüber bieten gerichtliche Auseinandersetzungen meistens weniger Gestaltungsmöglichkeiten. Vielmehr führen sie oftmals zu einer Verhärtung der Fronten und werden als Weiterführung des Konflikts empfunden.

 

Eine gerichtliche Entscheidung kann die hinter dem Konflikt liegenden Interessen und Bedürfnisse weitaus weniger berücksichtigen als eine freiwillige und einvernehmliche Vereinbarung im Mediationsverfahren. Deshalb empfiehlt es sich, mit Hilfe eines Mediationsverfahrens das konfliktbeladene Arbeitsverhältnis zu „entladen“, neu zu definieren und Lösungen für eine künftige Arbeitsbasis zu schaffen.

Auch bei Konflikten zwischen Arbeitnehmern untereinander, mit Vorgesetzten oder dem Betriebsrat eröffnet die Mediation neue Perspektiven und den Weg für konstruktive und nachhaltige Lösungen.

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