Konflikte um die Unternehmensnachfolge bewältigen

Nicht immer gelingt es, die nächste Generation reibungslos ans Steuer zu setzen – oder zu lassen. Vor allem in Familienunternehmen ist dabei Streit oft vorprogrammiert. In vielen Fällen stellt die Nachfolgefrage eine große Herausforderung dar, bei der insbesondere menschliche, familiäre, betriebswirtschaftliche, rechtliche, steuerrechtliche und viele andere Aspekte zu berücksichtigen sind. Die Nachfolgeplanung hat für die Beteiligten oftmals existenzielle Bedeutung und ist regelmäßig gekennzeichnet durch widerstreitende Zielsetzungen. Hilfe von Außen ist ein guter Weg, die Gemüter zu beruhigen, die Probleme zu strukturieren und in einem gemeinsamen Diskussionsprozess eine Lösung zu erarbeiten.

Entwicklung eines Planungskonzepts für die Unternehmensnachfolge

Um welche Fragen geht es?

Die Rolle des Unternehmers ist schwierig und vielschichtig und stellt die Auflösung sich gegenüberstehender Interessen vor eine besondere Aufgabe. Der Unternehmer ist einerseits Geschäftsmann, Geschäftspartner und Arbeitgeber, andererseits auch Ehemann und Familienvater. Darin steckt viel Konfliktstoff, der eine Familie und das Unternehmen schwer belasten kann. Das ist nicht allein mit juristischen Mitteln zu lösen.

Die Nachfolgeplanung ist geprägt von sehr vielen Einzelfragen, die für den Weg in die neue unternehmerische Zukunft und den Fortbestand des Unternehmens von enormer Bedeutung sind. Denn es geht gleichzeitig meist auch um den Erhalt des Familienfriedens, um Fragen der Bezahlung, die Gleichbehandlung aller Kinder, der Suche nach geeigneten Nachfolgern, wirtschaftliche Schwierigkeiten, den Erhalt des Lebensstandards im Alter und gegebenenfalls auch die Existenzsicherung insgesamt.

 
 

Die Mediation

Bei der Entwicklung eines Planungskonzepts für die Unternehmensnachfolge kann Mediation helfen. Es ist ein sehr effektives Instrument zur Lösungsfindung, da sowohl persönliche als auch wirtschaftliche Aspekte, Herausforderungen und tatsächliche Gegebenheiten mit dieser Methode „unter einen Hut“ gebracht werden können. Eine Mediation lässt sich zum Beispiel einsetzen bei geplant angegangenen Unternehmensnachfolgen, sei es durch die Übergabe an einen Übernehmer aus der Familie, sei es durch die Einsetzung eines Geschäftsführers oder durch Verkauf von Anteilen an familienfremde Dritte.

Mediation ist aber ebenso sinnvoll, wenn der Erbfall eingetreten ist und die Erben untereinander beziehungsweise die Gesellschafter (Familienangehörige und Fremdgesellschafter) in Uneinigkeit geraten. Sei es der akute Erbfall oder eine andere Fallkonstellation, eine sinnvolle Alternative zum Gerichtsprozess ist sie in den meisten Fällen.