Shuttle-Mediation

Shuttle-Mediation

 

Shuttle-Mediation

 

 

Vielleicht haben Sie den Begriff der Shuttle-Mediation schon einmal gehört und hatten Probleme, diesen direkt einzuordnen.

 

Shuttle-Mediation - Was ist das?

 

Normalerweise sind bei einer Mediation die Konfliktparteien und der Mediator gleichzeitig anwesend. Nicht umsonst gibt es den berechtigten Satz „Alle Entscheidungsträger/Konfliktparteien sollten an einem Tisch sitzen“.

 

Bei einer Shuttle-Mediation, die es in der Form der sog. Pendel-Mediation oder Telefon-Mediation gibt, sind die Parteien eben nicht unmittelbar anwesend. Der Mediator führt hier die Gespräche einzeln und abwechselnd mit den Konfliktparteien. Es handelt sich aber nicht um das klassische Einzelgespräch, das eine Interventionsmöglichkeit im Rahmen einer Mediation darstellt. Vielmehr ist es hier Programm, dass mit den Konfliktparteien separat gesprochen wird. Denkbar ist das übrigens auch als Online-Mediation. Hier ist eine Shuttle-Mediation ebenfalls denkbar.

 

Wie läuft eine Shuttle-Mediation ab?

 

Der Mediator nimmt jeweils separat mit jeder Konfliktpartei Kontakt auf und erläutert die wesentlichen Merkmale einer Mediation und die Verfahrensgrundsätze. Dann lässt er sich den Sachverhalt und die Interessen und Bedürfnisse zunächst von der einen Partei und dann in einem separaten Gespräch von der anderen Partei schildern. Hier ist insbesondere die Frage der Vertraulichkeit zu klären, bevor eigene Lösungsoptionen vorgestellt werden können und diese an die Gegenseite weitergetragen werden. Der Mediator spricht dann mit der anderen Partei und gibt die Informationen weiter, die er weitergeben darf.

 

Dieser Vorgang (der sog. Pendelverkehr) wird vom Mediator solange wiederholt, bis die Medianten eine einvernehmliche Lösung für ihren Konflikt gefunden haben.

 

Warum Shuttle-Mediation? 

 

Die Shuttle-Mediation macht insbesondere dann Sinn, wenn Parteien den Konflikt gerne alternativ lösen möchten, sich aber nicht imstande sehen, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Oft kann es besonders sinnvoll sein, wenn es sich um einen Konflikt auf hierarchischer Ebene handelt. Dann mag sich die Konfliktpartei oft unterlegen fühlen und das Gefühl haben, dass sie nicht auf gleicher Höhe mit der anderen Konfliktpartei steht. Dadurch fühlt sie sich benachteiligt und ist weniger offen. Deswegen halte ich es insbesondere bei Mediationen im Arbeitsrecht und innerbetrieblichen Konflikten für sinnvoll, wenn man das Prinzip der Shuttle-Mediation einsetzt. An den Mediator und seine Rolle sind hier besondere Anforderungen im Hinblick auf die Struktur und Vertraulichkeit zu stellen.

 

Fragen, Anregungen, Kommentare? Sprechen Sie mich bitte an.

 

Ihre

Julia Schweitzer

 

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