Von Schlichtern und Mediatoren …

Von Schlichtern und Mediatoren …

In den Medien hört man immer wieder von Schlichtungen und Mediationen. Das es sich in beiden Fällen nicht um ein herkömmliches Verfahren vor staatlichen Gerichten handelt, ist klar. Aber was unterscheidet einen Mediator von einem Schlichter eigentlich? Hierzu heute ein paar Gedanken:

 

Sowohl Schlichter als auch Mediator sind neutrale Dritte. Beide werden erst auf Verlangen der Parteien tätig. Wenn eine Schlichtung oder eine Mediation scheitern, steht den Streitenden weiter der Weg zu den staatlichen Gerichten im Rahmen des gesetzlich möglichen zu.

 

Während aber bei einer Mediation es allein die Parteien sind, die ihre Lösung finden und der Mediator nur die Rolle hat, die Parteien durch das Verfahren zu führen, fällt der Schlichter einen sogenannten „Schlichterspruch“. Der Spruch ist in der Praxis in der Regel nicht verbindlich. Trotzdem erhält der Schlichter durch seinen Schlichterspruch ein hohes Maß an Prozessherrschaft.

 

Bei der Mediation legen die Parteien die gemeinsam gefundene Lösung als verbindlich durch den Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung fest. Der Vorteil der Mediation liegt darin, dass die „eigene Lösung“, die von beiden erarbeitet wurde, naturgemäß zu einem besseren Einklang der beiderseitigen Interessen führt. An keiner Stelle wird von dritter Seite Partei ergriffen. Hinter einer eigenen Lösung kann und will man sich nicht verstecken. Das steigert ihre Tragfähigkeit für die Zukunft.

 

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Tag!

 

Ihre

 

Julia Schweitzer

 

 

 

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